14th Korean Film Festival Frankfurt
Festival Fokus
Mit dem aktuell relevanten Thema „Grenzen und Freiheit“ betrachten wir durch unser Festivalprogramm das Spannungsfeld zweier scheinbar gegensätzlicher Begriffe, die trotzdem immer in Verbindung stehen und die von uns als Betrachter*innen stetig ausgehandelt und verändert werden. Besonders im Mittelpunkt steht dies in unserer Filmkategorie Project-K-Selection, mit Filmen wie 3670, The Land of Morning Calm und Hear Me: Our Summer. Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem Regisseur PARK Chan-wook gewidmet – wir zeigen seine international bekannten Filme The Handmaiden und Decision to Leave. In der Kategorie Blockbuster erwarten euch Highlights wie Yadang: The Snitch, Harbin und Hitman 2. Mit The Sense of Violence zeigen wir euch in der Kategorie Dokumentation eine Auseinandersetzung mit dem Antikommunismus in Korea und auf spannende Filme wie What Does That Nature Say to You, My Best, Your Least und FAQ dürft ihr euch in der Kategorie Indie freuen.
Um neuen Filmschaffenden eine größere Sichtbarkeit zu verschaffen, verleihen wir zudem im Rahmen unseres Wettbewerbs für ambitionierte junge Filmemacher*innen zum zweiten Mal in Folge den KFFF Newcomer-Preis, der dieses Jahr ein Publikumspreis ist.
Als weiteres Highlight des Festivals bietet euch der im Rahmen des Festivals veranstaltete Korea Culture Day in der jugend-kultur-kirche sankt peter, zahlreiche Angebote an. Dort laden wir euch mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, Workshops, verschiedenen Ständen und kulinarischen Highlights dazu ein, in die vielfältige Kultur Koreas einzutauchen.
Gäste und Panels
Ab 17 Uhr könnt ihr live dabei sein, wenn POCHA TALK eine neue Podcast-Folge auf unserer Bühne aufzeichnet. Mit Lisa vor Ort, Delilah aus Korea zugeschaltet und Filmemacher Myong-Hun Oh als Special Guest erwarten euch spannende Gespräche rund um Film, Kultur und Korea.
Lernt Regisseur PARK Ri-woong in einem Live-Interview um 18:30 Uhr kennenlernen und erfahrt mehr über seine kreative Arbeiten, Erfahrungen und Geschichten hinter seinen Filmen. Er studierte Film an der Korea National University of Arts. Sein Debütfilm The Girl on a Bulldozer (2021) feierte Premiere beim Busan International Film Festival und brachte ihm den Preis als Bester Nachwuchsregisseur bei den Grand Bell Awards ein. Mit seinem zweiten Spielfilm The Land of Morning Calm (2024) gewann er mehrere internationale Auszeichnungen, darunter den New Currents Award in Busan.
Er kombiniert in seinen Filmen oft verschiedene Genres miteinander und beschäftigt sich häufig mit dunklen, psychologischen Themen, die auf subtile Weise die Abgründe menschlicher Emotionen und Beziehungen erforschen. Dabei gelingt es ihm, komplexe Charaktere und die Atmosphäre geschickt zu gestalten, was seine Werke besonders spannend und vielschichtig macht. Überzeugt euch selbst beim Live-Interview auf der Bühne des Korea Culture Day – oder beim Screening von The Land of Morning Calm mit persönlicher Einführung des Regisseurs und anschließendem Q&A.
Ab 20:00 Uhr erwartet euch beim Korea Culture Day eine spannende Paneldiskussion zum Festivalthema “Grenzen und Freiheit” mit dem Schauspieler Danny Lee, Regisseur Hae-sup Sin und Musikwissenschaftlerin Dr. Yookyung Nho-von Blumröder, die ihre Erfahrungen und Perspektiven auf die koreanische Medien- und Kulturlandschaft teilen:
Hae-Sup Sin (1991 geboren) ist ein schweizerisch-koreanischer Regisseur aus Opfikon (ZH). An der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) entdeckte er seine Leidenschaft für kulturübergreifende Geschichten im Film. Aktuell arbeitet er an seinem ersten Langspielfilm Some Korean Summer.
Danny Lee ist ein deutsch-koreanischer Schauspieler, der aktuell in der Serie Der Mann im Mond auf Amazon Prime zu sehen ist. Für seine herausragende Darstellung des Pete in Songkran wurde er mit dem Award of Excellence bei den IndieFest Film Awards in den Vereinigten Staaten ausgezeichnet.
Dr. Yookyung Nho-von Blumröder ist an der Universität zu Köln tätig, wo sie sowohl im Fach Musikwissenschaft als auch im Bereich Koreanisch lehrt. An der Philosophischen Fakultät promovierte sie mit einer Arbeit über die Musik Younghi Pagh-Paans. Darüber hinaus leitet sie das von ihr gegründete koreanische Musikensemble K-YUL.
Bühnenprogramm
Wenn ihr selbst aktiv werden möchtet, könnt ihr eurer Kreativität etwa bei der Herstellung eurer ganz individuellen Souvenirs aus dem traditionellen koreanischen Papier „Hanji“ freien Lauf lassen. Freunde und Interessierte des K-Beauty kommen natürlich auch nicht zu kurz und können sich am Stand von Nostalutions aus Düsseldorf unter anderem ihrer persönlichen Farbanalyse unterziehen.
Weiterhin laden zahlreiche Stände euch dazu ein, zu verschiedenen Themen über Korea und koreanische Kultur ins Gespräch zu kommen und diese hautnah zu erleben, zum Beispiel beim Knipsen von Erinnerungsfotos im Hanbok in unserer Fotobox, an unserem Spiele- oder K-Pop-Stand oder an den Info-Ständen des Generalkonsulats der Republik Korea Frankfurt sowie der Region Jeollanamdo. Ein kleines Extra für euch gibt es auch: Ihr habt die Chance, bei unserer Stempel-Rallye mitzumachen und durch das Besuchen aller Stände eine unserer Goodie-Bags zu ergattern.
Für euer leibliches Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt. So zeigt uns Sunbap, wie man beliebte koreanische Gerichte auch in vegan genießen kann, und Gangnam Kitchen bereitet für euch eine spannende Auswahl koreanischer Streetfoods zu. Eine authentische Erfahrung koreanischer Kulinarik wäre natürlich nicht komplett ohne dazu passenden Getränke und so könnt Ihr euch bei unserem Soju-Tasting durch eine große Bandbreite des beliebten Reisschnaps testen.
Filmprogramm und der KFFF Newcommer Award
Aller Anfang ist schwer, sei es beim neuen Hobby, im Beruf oder beim Einstieg in die Filmbranche. Filmfestivals sind wichtige Plattformen, die insbesondere Newcomer*innen die Chance bieten, ihre Arbeiten einem Publikum zu präsentieren. Das Korean Film Festival Frankfurt will Neulinge noch intensiver unterstützen und hat dafür im letzten Jahr das erste Mal den KFFF Newcomer Award vergeben. Aus drei Kurzfilmen wählte die Jury KIM Jae-woos Film Kid’s Land als Gewinner aus.
Der zweite KFFF Newcomer Award hat ein neues Konzept. Er ist ein Publikumspreis und wir brauchen dafür eure Stimmen: Es treten fünf ausgewählte Filme aus dem Festivalprogramm an, die der erste oder zweite Langspielfilm der Regisseur*innen sind. Und das Wichtigste dabei seid ihr – denn ihr seid unsere Jury und entscheidet, wer den Publikumspreis gewinnen soll!
Die Abstimmung ist dabei ganz einfach und sowohl analog als auch digital möglich. Analog könnt ihr nach der Filmvorstellung euren Stimmzettel in eine unserer Voting-Boxen einwerfen. Diesen bekommt ihr beim Einlass in den Kinosaal. Um abzustimmen, reißt einfach die Schulnote von eins bis sechs ein, die ihr dem Film geben würdet. Alternativ könnt ihr vor den Kinosälen einen QR-Code scannen und eure Note online abgeben.
Die Filmprogramm Gruppe des Festivals schickt folgende Filme ins Rennent: In 3670 von PARK Joon-ho geht es um einen nordkoreanischen Geflüchteten, der sich sowohl in einem neuen Land wie in seiner Identität als schwuler Mann zurechtfinden muss. The Burglars von KIM Tae-hwi erzählt in Roadtrip-Manier von einem ungleichen Duo, die ineinander unerwartete Seelenverwandte finden. KIM Da-min erzählt in F.A.Q. die Welt und ihre Rätsel aus der Sicht der Grundschülerin Dong-chun, die eine sprechende Flasche Reiswein findet. The Land of Morning Calm von PARK Ri-woong beschäftigt sich mit dem Plan des jungen Fischers Yong-su, durch Betrug an das Geld seiner Lebensversicherung zu kommen, um seiner Familie ein besseres Leben schenken zu können. The Sense of Violence ist eine Dokumentation von KIM Moo-young, die anhand von originalen Filmmaterialien aus den 60er und 70er Jahren die Ideologie des Antikommunismus in Südkorea nachzeichnet.
Verliehen wird der Preis am letzten Festivaltag. Wenn ihr nicht vor Ort sein könnt, um zu sehen, ob euer Favorit gewonnen hat, macht Euch keine Sorgen: Über unseren Instagram-Kanal projectkffm könnt ihr live dabei sein, wenn der Gewinnerfilm bekanntgegeben wird.